Sanitäter warnen: Dieses Fett gehört niemals ins Abflussrohr

Dein Abfluss läuft langsam? Ich habe in Einsätzen gesehen, wie ein einziger Löffel heißes Bratfett eine Wäschekammer und Wochen Arbeitsaufwand zerstört.

Warum Du das jetzt lesen musst: Das Problem ist nicht nur eine verstopfte Spüle — es kann zu Verbrühungen, teuren Rohrschäden und sogar zu hygienischen Notfällen führen. Einfaches Gießverhalten kann teuer oder gefährlich enden.

Warum das Bratfett so gefährlich ist

Viele übersehen, dass Fett im Rohr wie Kleber funktioniert. Es fließt zuerst flüssig, kühlt in den Leitungen ab und bleibt dort kleben.

In meiner Praxis als Ersthelfer habe ich erlebt, wie heißes Fett auf die Hände spritzte — das führt schnell zu schweren Verbrühungen. Außerdem rufen verstopfte Rohre oft Feuerwehr oder Notdienst, wenn Keller überlaufen.

Was genau passiert im Rohr?

  • Heißes Öl/flüssiges Fett verbindet sich mit Essensresten und Haaren — es entsteht ein klebriger Klumpen.
  • Mit der Zeit baut sich ein „Fettberg“ auf, der Abwasser blockiert und Geruch sowie Schimmel begünstigt.
  • In Städten kann das zu Rückstau in Kellern führen — das ist nicht nur eklig, sondern auch gesundheitsgefährdend.

Das darf niemals in den Abfluss: Brat- und Frittierfett

Genau dieses Bratfett aus der Pfanne oder Fritteuse — egal ob Schwein, Butter oder Pflanzenöl — ist das Problem. Einmal in den Abfluss gegossen, ist die Chance auf langfristige Probleme hoch.

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Warum „ein bisschen Öl“ nicht harmlos ist

  • Selbst kleine Mengen sammeln sich über Monate an.
  • Kaltes Wetter in Deutschland macht das schlimmer: Das Fett wird schneller fest.
  • Viele Gemeinden zahlen für Rohrreinigung — am Ende zahlst Du indirekt über Gebühren.

Wie Du Fett richtig entsorgst — Schritt-für-Schritt

Hier mein praktischer Trick, den ich selbst anwende: günstiges Einmachglas nehmen, Fett rein, ab in den Kühlschrank bis fest, dann in den Restmüll.

  • Abkühlen lassen: Lass das Fett in der Pfanne stehen, bis es deutlich abkühlt (nie in kaltes Wasser kippen — Spritzgefahr!).
  • Absieben: Größere Krümel mit Küchenpapier oder Sieb entfernen.
  • Aufbewahren: In ein altes Marmeladen- oder Einmachglas gießen und verschließen.
  • Entsorgen: Nach dem Aushärten ins Restmüll-Behältnis oder zur kommunalen Annahmestelle (Wertstoffhof).
  • Alternative: Manche Städte (z. B. über den Wertstoffhof) sammeln Speiseöle für Recycling — check Deine Gemeinde.

Wenn der Abfluss schon verstopft ist

Gieß kein weiteres heißes Wasser nach — das kann Fett tiefer in die Leitung drücken. Probier stattdessen:

  • Mechanisch: Pümpel (Plunger) oder Rohrspirale (Hand- oder Elektroschlange).
  • Hausmittel: Heißes Wasser + Spülmittel (Spülmittel löst Fett wie Seife), abwechselnd mit heißem Wasser gießen.
  • Vorsicht mit Chemie: Rohrreiniger greifen Dichtungen an und sind für Altbauleitungen riskant.
  • Wenn nichts hilft: Handwerkernotaruf oder Klempner rufen — oft sparen Profis auf lange Sicht Geld.

Sofortmaßnahmen bei Verbrühungen durch heißes Fett

Ich habe Verbrennungen gesehen, die vermeidbar gewesen wären. Schnell handeln:

  • Mit lauwarmem (nicht eiskaltem) Wasser 10–20 Minuten kühlen.
  • Keine Hausmittel wie Mehl oder Butter auf die Wunde schmieren.
  • Locker mit steriler Kompresse abdecken und Notruf 112 wählen, wenn großflächig oder stark schmerzhaft.

Vorbeugen: Routinen, die wirklich helfen

Ein paar kleine Gewohnheiten verhindern großen Ärger — und sparen Dir Zeit und Geld.

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  • Küchenrolle benutzen: Nach dem Braten Pfanne mit Papier auswischen.
  • Sieb im Abfluss verwenden und regelmäßig reinigen.
  • Frittieröl filtern und wiederverwenden, bis es zu riechen beginnt — danach ins Glas und Restmüll.
  • Informiere Dich bei Deinem Wertstoffhof — manche Kommunen haben Sammelstellen für Alt-Speiseöl.

Ein Vergleich: Fett im Rohr wirkt wie verfetteter Kaffeefilter — es hält alles fest und lässt wenig durch. Und genauso schwer ist es zu entfernen.

Der letzte Tipp — Life Hack, den ich selbst nutze

Wenn wenig Fett anfällt, nimm ein altes Milchkartonstück oder einen Tetrapak, gieße das abgekühlte Fett hinein und verschließe es. Geht platzsparend in die Restmülltonne und ist auslaufsicher.

By the way: Beim Einkaufen in REWE oder ALDI siehst Du oft günstige Einmachgläser oder gebrauchte Flaschen — perfekt zur Sammelbehälter-Umnutzung.

Fazit

Dieses Bratfett gehört nicht ins Rohr — es verursacht Verstopfungen, Notfalleinsätze und kann Dich verbrennen. Wenige Minuten Vorbereitung sparen Stunden Ärger und teure Handwerker.

Und Du? Wie entsorgst Du gebrauchtes Öl oder Fett zu Hause — Marmeladenglas, Tetrapak oder direkt Wertstoffhof? Schreib’s in die Kommentare.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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