Sanitäter warnen: Dieses Reinigungsmittel zerstört Ihre Rohre innerhalb von Monaten

Verstopfter Abfluss? Du greifst zur schnellen Chemiekeule aus dem Baumarkt — und plötzlich hast du nicht nur einen schlechten Geruch, sondern ein Loch im Rohr. In den letzten Monaten habe ich öfter Bilder von korrodierten Rohren und verätzten Händen gesehen.

Warum du das jetzt lesen solltest: In der kalten Jahreszeit kocht, frittiert und backt Deutschland mehr — und verstopfte Spülen nehmen zu. Ein falsches Reinigungsmittel kostet dich am Ende mehrere hundert Euro und eine Nervenprobe mit dem Handwerker.

Warum diese Reiniger so stark wirken — und so gefährlich sind

Viele handelsübliche Abflussreiniger enthalten Ätznatron (Natronlauge) oder Schwefelsäure. Beide lösen Fett und organische Rückstände sehr schnell — dadurch scheint das Mittel zu „funktionieren“.

Ich habe selbst in Gesprächen mit Sanitätern gehört: Bei Notfällen geht es selten nur um verätzte Haut. Es sind die Dämpfe, das Vermischen mit anderen Stoffen (z. B. Bleichmittel) und die Hitzeentwicklung, die lebensgefährlich werden können.

Was genau passiert in deinen Rohren?

  • Die Reaktion ist stark exotherm: Es entsteht Hitze, die Plastikleitungen wie PVC weich macht.
  • Bei Metallrohren (ältere Häuser in DE oft noch mit verzinkten oder Kupferleitungen) beschleunigt saure/alkalische Korrosion spannende chemische Prozesse.
  • Reststoffe setzen sich in schwer zugänglichen Biegungen fest — das aggressive Mittel arbeitet lokal, aber schwächt Material über Wochen bis Monate.

Das Ergebnis: winzige Risse, Anschlüsse, die undicht werden, und irgendwann ein Rohrbruch.

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Sanitäter-Berichte: Nicht nur Rohre, auch Menschen leiden

In meiner Recherche sprachen Sanitäter über Fälle, in denen Hausbewohner durch Spritzer schwere Verätzungen an Händen und Augen erlitten. Auch Atemprobleme nach dem Einatmen von Dämpfen kommen häufig vor.

  • Verätzungen an Händen und Unterarmen
  • Atemnot nach dem Öffnen verschlossenen Reinigungsbehälters
  • Erbrechen und Übelkeit bei Einatmen scharfer Gase

Wichtig: Niemals Abflussreiniger mit Bleichmittel oder Ammoniak mischen — das kann giftige Gase wie Chlor freisetzen.

Praktische Alternativen: So befreist du den Abfluss ohne Risiko

Bevor du das nächste Mal zur Chemiekeule greifst, probiere diese schonenden Methoden. Sie sind in Deutschland leicht umsetzbar und oft günstiger als ein Rohrsanierer.

  • Heißes Wasser (mehrmals langsam nachgießen)
  • Plunger (Gummisauger) — funktioniert bei Küche und Dusche
  • Rohrspirale/Spirale (Klempnerspirale) aus Baumarkt (Bauhaus, OBI): kein Gift, wiederverwendbar
  • Biologische/enzymatische Reiniger — schonender für Rohre (im Drogeriemarkt oder Gartenfachhandel)
  • Siphon abbauen und mechanisch reinigen — oft ist das Problem direkt dort

Ein Life-Hack, den viele übersehen — Schritt für Schritt

Wenn die Spüle nur langsam abläuft, probiere das zuerst. Ich habe es oft in Altbauwohnungen angewendet, bevor ein Handwerker kam.

  • Werkzeug bereitlegen: Eimer, Gummihandschuhe, Schraubenzieher/Gripzange, Lappen.
  • Unter den Siphon einen Eimer stellen.
  • Die Überwurfmuttern am Siphon langsam lösen — das Wasser läuft aus, Geruchsverschluss reinigt sich.
  • Siphon auseinandernehmen, Rückstände per Hand entfernen (Handschuhe!), mit heißem Wasser ausspülen.
  • Zusammenbauen und testen. Wenn es danach immer noch zieht: Rohrspirale vorsichtig einsetzen.

Warum das so gut klappt: Der Siphon fängt Haar, Essensreste und Fett ab — er ist wie der Filter an deiner Kaffeemaschine. Reinigung dort verhindert, dass aggressive Chemikalien die tieferen Leitungen angreifen.

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Wann du unbedingt einen Profi rufst

  • Starke Verätzungen oder wenn du Chemikalien eingeatmet hast — sofort Sanitäter kontaktieren oder Notruf wählen.
  • Wenn du schon einen aggressiven Reiniger verwendet hast und die Leitung nach Tagen immer noch beschädigt riecht oder nass ist.
  • Bei hartnäckigen Verstopfungen in älteren Leitungen (Altbau in Berlin, Hamburg oder München): Rohrsanierer kosten zwar 80–200 € (je nach Einsatz), sind aber langfristig günstiger als ständige Chemiebäder.

By the way: In deutschen Baumärkten wie Bauhaus und OBI gibt es spezielle, weniger aggressive Produkte — frag dort gezielt nach „biologischen Abflussreinigern“ statt nach dem billigsten „Sofortwirkung“-Gel.

Was du sofort tun solltest, wenn du Chemikalien benutzt hast

  • Gut lüften: Fenster öffnen, Abzug einschalten.
  • Keinen weiteren Reiniger nachkippen.
  • Bei Hautkontakt: sofort mit viel Wasser spülen und ärztlichen Rat einholen.
  • Wenn du unsicher bist, die Siphonarbeit selbst zu machen: Fotos machen, Verkäufer oder Handwerker fragen.

Und noch etwas Praktisches: Bewahre Reiniger nie in der Küche offen auf. Ein Kind oder Haustier kann es versehentlich erreichen — tragische Notfälle beginnen oft so.

Ich habe gesehen, wie eine „schnelle Lösung“ am Ende mehrere hundert Euro Kostennachzahlungen und Tage ohne Küche bedeutete. Das vermeidest du, wenn du vorsichtig bist und zuerst mechanisch arbeitest.

Wie ist deine Erfahrung? Hast du schon einmal einen Abfluss mit roher Chemie „repariert“ — und was ist danach passiert? Teile deine Geschichte unten.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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