Ein frischer Kratzer auf dem Laminat und sofort ist die Stimmung im Wohnzimmer im Keller. Du denkst an Neuanschaffung oder teure Reparatur, aber stopp: Ich habe diesen einfachen Hausmittel-Test gemacht — und war überrascht.
Warum Du das jetzt lesen solltest: Du kannst oft Stunden und mehrere Dutzend Euro sparen, wenn Du richtig vorgehst. Ich erkläre, was funktioniert, was schadet und wie Du das Ergebnis sauber hinbekommst.
Warum Zahnpasta hilft (und wann sie versagt)
Ich bemerkte bei meinen Tests: Weiße, nicht-gelige Zahnpasta wirkt wie sehr feines Schleifpapier — sie poliert die Kanten kleiner Kratzer und reduziert den Kontrast.
- Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel, die winzige Unebenheiten abrunden.
- Sie funktioniert nur bei oberflächlichen, nicht durchgehenden Kratzern.
- Bei tiefen Schrammen oder abgebrochener Dekorschicht hilft sie nicht — da brauchst Du Reparatursets oder einen Möbelstift.
Wichtig: Teste zuerst an einer unauffälligen Stelle. Nicht alle Laminatoberflächen reagieren gleich — mattes Laminat kann anders aussehen als glänzendes.

Das passiert mechanisch
Stell es dir vor wie ein Kaffeefilter für die Oberfläche: Die Paste füllt winzige Rillen, die Lichtbrechung ändert sich — der Kratzer fällt weniger auf. Aber sie entfernt nichts, was wirklich fehlt.
So reparierst Du Kratzer — Schritt für Schritt
Ich habe diese Methode in mehreren Wohnungen ausprobiert — hier die sichere Anleitung, die Du sofort umsetzen kannst.
- Benötigtes Material: weiße, nicht-bleichende Zahnpasta (keine Gel-Form), ein weiches Mikrofasertuch, Wattestäbchen, klares Wasser, optional Möbelpolitur.
- Vorbereitung: Fläche mit leicht feuchtem Tuch reinigen und trocknen lassen.
- Probe: Zahnpasta an einer unauffälligen Stelle auftragen, 30 Sekunden einreiben, abwischen — Ergebnis prüfen.
Anwendung:
- Eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf das Wattestäbchen geben.
- Mit sanftem Druck in kreisenden Bewegungen 20–30 Sekunden über den Kratzer reiben.
- Rest mit feuchtem Tuch entfernen, trocknen lassen und das Ergebnis betrachten.
- Bei Bedarf Vorgang einmal wiederholen — nicht zu kräftig reiben.
- Zum Abschluss eine kleine Menge Möbelpolitur oder ein Tropfen Olivenöl dünn verteilen, um den Glanz anzugleichen.
Ich bemerkte: Mehr als zweimal polieren bringt kaum Verbesserung, oft verschwindet der weiße Schleiffilm nicht vollständig und wirkt matt.

Tipps aus der Praxis — was Händler in Deutschland empfehlen
- Wenn Du mehr brauchst: Baumärkte wie Obi oder Hornbach verkaufen Laminat-Reparatursets für 5–20 EUR — praktisch bei tiefen Kratzern.
- Drogerien (dm, Rossmann) haben günstige weiße Zahncremes; greif zu handelsüblicher Sorte ohne Gel.
- Für farbige Ausbesserungen: Möbelstifte von IKEA oder örtlichen Profi-Marken geben die passende Holzton-Optik.
Übrigens: In der feuchten deutschen Herbst-Winter-Saison fallen Kratzer oft mehr auf, weil das Licht flacher steht. Ein schneller Test lohnt sich also jetzt öfter.
Wenn’s ernst wird: Profi-Alternativen
- Tiefe Rillen: Laminat-Reparaturwachs (Erhitzen und Glätten) oder farbige Füllstifte.
- Große Flächenbeschädigung: Austausch einzelner Paneele — das lohnt oft gegenüber kompletter Neuverlegung.
- Unsicher? Fotos machen und im Baumarkt zeigen — die Verkäufer bei Obi/Hornbach geben oft sofort praktische Tipps.
Was Du auf keinen Fall tun solltest
- Keine Scheuermittel oder grobe Polierer verwenden — sie ruinieren die Dekorschicht.
- Keine bleichenden Zahnpasten oder Gel-Produkte benutzen — sie können Flecken hinterlassen.
- Nicht mit Gewalt reiben. Laminat ist dünn: zu viel Druck frisst die Oberfläche.
Mein persönliches Fazit — kurz und ehrlich
Ich habe mit Zahnpasta leichte Kratzer bei mehreren Böden deutlich weniger sichtbar gemacht. Das ist kein Wundermittel für alle Fälle, aber ein schneller, günstiger Versuch, bevor Du teureres Material kaufst oder Fachleute rufst.
Und jetzt Deine Runde: Hast Du Zahnpasta schon an Deinem Laminat ausprobiert — mit Erfolg oder Desaster? Schreib kurz, welche Oberfläche Du hast und was passiert ist.









