Du siehst beim Kaffee die erste Fliese deines Laminatbodens mit einem feinen Kratzer — und dir schießt sofort das „Oh nein“-Gefühl in den Magen. Bevor du teure Reparatursets kaufst oder den Handwerker rufst, probier diesen schnellen Test: Zahnpasta kann leichte Kratzer oft sichtbar mindern. Jetzt gleich, ohne großen Aufwand.
Warum das manchmal klappt (und wann du es lieber lässt)
Ich habe das selbst ausprobiert — bei kleinen, oberflächlichen Schrammen hat es in meiner Küche echt etwas gebracht. Der Trick nutzt die leicht scheuernde Wirkung normaler, weißer Zahnpasta, die feine Kratzer poliert und optisch füllt.
Aber Achtung: Laminat hat eine dünne Schutzschicht. Bei tiefen Rillen oder wenn das Dekor durchgescheuert ist, macht Zahnpasta nichts außer mehr Schaden.
- Funktioniert gut: feine, oberflächliche Kratzer, Schuhspuren, Mikarieflecken.
- Funktioniert nicht: tiefe Kratzer, fehlende Dekorschicht, aufgequollene Stellen durch Wasser.
- Profi-Tipp: Immer erst an unauffälliger Stelle testen (Türschwelle, Fußleistenbereich).
So probierst du es in 2 Minuten — Schritt für Schritt
Ich erkläre dir einen klaren Ablauf, den ich in mehreren Wohnungen getestet habe. Alles, was du brauchst, ist in deutschen Haushalten üblich: Zahnpasta, ein weiches Tuch, etwas Wasser.

- Material: weiße Zahnpasta (kein Gel), weiches Mikrofasertuch oder Baumwolltuch, feuchtes Tuch zum Nachwischen.
- Zeitaufwand: ca. 2 Minuten pro Kratzer, plus 5 Minuten Trocknungszeit.
Die 2‑Minuten‑Anleitung
1. Reinige die Stelle kurz mit einem feuchten Tuch und lass sie trocknen — kein Schmutz, kein Sand.
2. Einen kleinen Tupfen weiße Zahnpasta auf das weiche Tuch geben.
3. Mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen für etwa 30–60 Sekunden polieren.
4. Übrige Paste mit feuchtem Tuch entfernen und trockenreiben. Wenn nötig, Vorgang einmal wiederholen — nicht übertreiben.
5. Wenn das Resultat gefällt, optional mit einem Laminat-Pflegeprodukt aus DM, Rossmann oder dem Baumarkt wie Obi oder Hornbach nachpolieren für langanhaltenden Schutz.

Fehler, die viele machen (und wie du sie vermeidest)
- Zu starker Druck: Nicht wie beim Autowaschen schruppen — sonst zerstörst du die Schutzschicht.
- Gel‑Zahnpasta nutzen: Gele sind oft farbig oder enthalten andere Inhaltsstoffe — bleib bei weißer Creme.
- Kein Testbereich: Ich habe einmal an der Couchkante experimentiert — das Ergebnis war ärgerlich. Mach den Test versteckt.
- Zu tiefe Kratzer behandeln: Bei tieferen Schäden lieber Reparaturstifte aus dem Baumarkt oder Profi beauftragen.
Wenn Zahnpasta nicht reicht: günstige Alternativen in Deutschland
Manchmal hilft nur spezielles Material. In Hornbach, Bauhaus oder Obi findest du Reparatursets für Laminat (ab ca. 5–10 €). In Drogerien wie DM oder Rossmann gibt es Pflegemittel, die den Glanz wiederherstellen.
- Laminat-Reparaturstift: gut für farbige Ausbesserungen.
- Pflege-Öle und Polituren: machen die Oberfläche gleichmäßiger.
- Schleifpads und Nachbessern: nur für erfahrene Heimwerker verwenden.
Warum ich diesen Trick mag — und warum er keine Zauberei ist
Es ist wie beim Autokratzern: Man kann kleine Macken mit einem Poliermittel optisch reduzieren, aber das Metall bleibt verkratzt. Der Zahnpasta-Trick ist kein dauerhafter Reparaturersatz, aber häufig die schnellste Art, Besuch oder den eigenen Blick zu beruhigen.
By the way: In Deutschlands Mietwohnungen kann das oft ausreichen, um die Kautionsdiskussion zu vermeiden — aber dokumentiere das Ergebnis per Foto, falls du unsicher bist.
Und jetzt für die neugierigen Leser: Hast du es ausprobiert — mit Erfolg oder Fiasko? Schreib kurz, wo der Kratzer war (Küche, Flur?) und welche Zahnpasta du genommen hast.









