Kratzer im Laminat fallen sofort ins Auge – besonders wenn Gäste kommen oder du gerade Besuch hattest. Ich habe bemerkt, wie oft Leute zu teuren Reparatursets greifen, obwohl ein Hausmittel oft ausreicht. Lies das jetzt, bevor du 20–30 € im Baumarkt lässt: das kann schnell, günstig und überraschend effektiv sein.
Warum dieser kleine Trick oft funktioniert
Laminat hat eine dünne Schutzschicht; oberflächliche Kratzer fangen Licht anders ein, und das sieht schlimm aus. Zahnpasta füllt diese Mikrorillen nicht dauerhaft, aber sie kaschiert den Kontrast – ähnlich wie Concealer auf der Haut.
In meiner Praxis als Heimwerker-Tester habe ich diesen Trick bei mehreren Böden ausprobiert. Ergebnis: Bei feinen Kratzern sichtbar besser, bei tiefen Rillen keine Wunder.
Wann du es ausprobieren kannst – und wann nicht
- Guter Kandidat: feine Oberflächenkratzer, die du mit dem Fingernagel kaum spürst.
- Finger weg: tiefe Einschnitte, fehlende Nutzschicht oder aufgeschlitzte Kanten.
- Besondere Vorsicht bei Hochglanz-Laminat: teste zuerst an unauffälliger Stelle.
Welche Zahnpasta du verwenden solltest
Nicht jede Zahnpasta ist gleich. Ich habe verschiedene Tuben getestet — Ergebnis klar:

- Nur weiße, nicht-gel Zahnpasta verwenden.
- Keine Whitening-Formeln mit groben Schleifkörpern.
- Keine farbigen Pasten (Minzfarben können Schatten hinterlassen).
Übrigens: In Deutschland bekommst du passende Zahnpasta bei DM oder Rossmann für unter 1 €; Reparaturstifte kosten in Bauhaus/OBI meist 5–15 € – also lohnt sich das Testen zuerst.
Schritt-für-Schritt: So mache ich es (mein bewährter Ablauf)
Folge genau — das ist kein Hexenwerk, aber die Reihenfolge macht den Effekt.
- Reinigen: Fläche mit mildem Reinigungsmittel und einem weichen Tuch säubern, Staub entfernen.
- Test: Kleine Menge Zahnpasta an einer unauffälligen Stelle ausprobieren.
- Auftragen: Erbsengroße Menge weiße Zahnpasta auf den Kratzer geben.
- Einreiben: Mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck 20–30 Sekunden polieren.
- Abwischen: Rest mit einem feuchten Tuch entfernen und trocken nachpolieren.
- Bewerten: Sicht prüfen, Vorgang bei Bedarf wiederholen — maximal zweimal.
Wichtig: Nicht zu fest reiben, sonst kannst du die Schutzschicht weiter angreifen.
Schnelle Profi-Tipps, die Handwerker ergänzen
- Für dunkle Laminate: statt weißer Zahnpasta lieber ein farblich passender Reparaturstift aus dem Baumarkt.
- Bei vielen kleinen Kratzern hilft ein Mikrofaserpad und leichtes Furniture Oil — im Winter, wenn Heizungsluft das Laminat spröde macht, ist das oft nützlicher.
- Wenn du den Look länger erhalten willst: eine dünne Schicht Laminat-Pflege (von Ikea, Hornbach) auftragen.
- Für tiefe Schäden: Profi-Reparaturkits oder Austausch einzelner Paneele sind die richtige Wahl.
Was ich gelernt habe — Fehler, die Leute häufig machen
Viele reiben mit zu viel Kraft oder lassen die Zahncreme eintrocknen. Andere verwenden Gelpasten – das wirkt kaum. Ich habe gesehen, wie falsche Mittel den Boden sogar stumpf machten.

Eine gute Faustregel: klein testen, dann vorsichtig wiederholen. So riskierst du nichts und sparst oft Zeit und Geld.
Und wenn es schiefgeht?
- Bleiben dunkle Streifen? Mit Isopropanol (sehr sparsam) und weichem Tuch sanft abreiben — vorher testen.
- Bei dauerhaft sichtbaren Schäden: Laminat-Panel tauschen oder Handwerker aus der Umgebung (z. B. lokale Bodenleger) holen.
- In Deutschland: Preise für Paneel-Austausch variieren, regionale Handwerker verlangen meist 30–60 €/Stunde.
In meiner Nachbarschaft hat ein Kollegen-Betrieb aus Berlin einen einzelnen Laminatstreifen für ~25 € ersetzt — manchmal ist das die bessere Option.
Fazit
Der Zahnpasta-Trick ist kein Allheilmittel, aber ein schneller, günstiger Erste-Hilfe-Kniff für feine Kratzer. Ich nutze ihn selbst, bevor ich zu teuren Sets greife. Wenn du es richtig machst, sparst du Zeit und nervige Wege in den Baumarkt.
Hast du das schon einmal ausprobiert — und hat es bei dir funktioniert oder schlimmer gemacht? Schreib kurz, welche Zahnpasta und welchen Boden du hast.









