Kennst du das Gefühl, wenn beim Besuch der Schwiegermutter plötzlich der tiefe Kratzer im Wohnzimmerparkett im Mittelpunkt steht? Ich habe bemerkt, dass viele genau in solchen Momenten zu teuren Handwerkern rennen — dabei lassen sich viele Schäden sofort verbessern.
Warum du das jetzt lesen solltest: Gerade im trockenen Winter in Deutschland ziehen sich Holzdielen zusammen und kleine Makel fallen mehr auf. Mit einfachen Hausmitteln und einem Profi-Trick kannst du oft Wochen oder sogar Jahre gewinnen — bis zur Renovierung oder dem nächsten Handwerkertermin.
Warum manche Hausmittel funktionieren — und wann sie scheitern
Holz ist ein lebender Werkstoff: Kratzer betreffen oft nur die Oberfläche oder die Versiegelung. Manche Mittel „füllen“ diese Stellen optisch, andere polieren die Oberfläche, so dass der Kratzer weniger sichtbar wird.
Ich habe in meiner Praxis (ja, ich habe es auf meinem eigenen Parkett getestet) gelernt: Kleine, flache Kratzer lassen sich kaschieren; tiefe Rillen braucht meist Nacharbeit oder Fachleute.
Kurz gefasst: Was zu erwarten ist
- Oberflächliche Kratzer: oft kaschierbar.
- Tiefe Kratzer in Massivholz: nur begrenzt reparierbar ohne Spachtel/Wachs.
- Risse durch Feuchtigkeit oder lose Lamellen: Handwerker erforderlich.
Notfall-Hack: Zahnpasta gegen kleine Kratzer
Ja, Zahnpasta — aber nicht irgendeine. Ich habe milde, nicht-gelartige Varianten getestet; einige sind zu schmirgelig und schaffen neue Mikrokratzer.

Wirkung: Feine, weiße Zahnpasten mit leicht abrasivem Effekt füllen und mattieren sehr kleine Kratzer.
Schritt-für-Schritt (Zahnpasta-Methode)
- Reinige die Stelle mit einem weichen, feuchten Tuch und trockne sie.
- Trage eine erbsengroße Menge milde weiße Zahnpasta auf ein weiches Tuch.
- Reibe in kreisenden Bewegungen sanft über den Kratzer (10–20 Sekunden).
- Wische Rückstände ab und beurteile: Ist das Ergebnis matt und gleichmässig, gut. Sonst abbrechen.
Wichtig: Bei geöltem oder geharztem Parkett vorher testen — an einer unauffälligen Stelle. Und bitte keine Gel-Zahnpasten und keine elektrische Zahnbürste verwenden.
Der Profi-Trick: Möbelpolitur und Wachs richtig einsetzen
In meiner Erfahrung bieten Möbelpolitur oder Bienenwachs die beste Balance zwischen Soforteffekt und Schonung des Bodens. Sie wirken wie Make-up für Holz: Deckkraft, nicht Reparatur.
So geht der Möbelpolitur-Hack
- Wähle eine hochwertige Möbelpolitur oder flüssiges Wachs aus dem Baumarkt (z. B. Bauhaus, OBI, Hornbach) oder Drogeriemarkt (dm, Rossmann).
- Trage eine kleine Menge auf ein weiches Tuch auf und poliere mit dem Holzfaserverlauf.
- Bei farblich tieferen Kratzern kann ein farblich passender Möbelstift (3–8 €) helfen.
In deutschen Baumärkten findest du Produkte zwischen ~5 und 15 €. Für Mietwohnungen vor der Wohnungsübergabe oft ausreichend.
Fehler, die du unbedingt vermeiden musst
- Kein grobes Schleifpapier oder schmirgelnde Zahnpasten — das kann die Versiegelung zerstören.
- Nicht mit Wasser überschwemmen: Holz quillt.
- Keine silikonhaltigen Polituren auf unlackiertem Holz — die machen später Probleme bei Nachbehandlungen.

Meine erprobte Routine — in 7 Minuten
Ich benutze diese Abfolge, wenn Gäste kommen und ich schnell kaschieren will:
- 1. Stelle reinigen (30 Sek.).
- 2. Testfleck (1 Min.) mit Zahnpasta oder Politur.
- 3. Ergebnis prüfen: Wenn matt und gleichmäßig, weiter polieren (2 Min.).
- 4. Bei Bedarf Wachs auftragen (2 Min.) für Schutz und Glanz.
Das ist kein Ersatz für echte Reparatur, aber oft ausreichend, um den optischen Eindruck zu retten — besonders vor Hausbesichtigungen oder Familienbesuch in deutschen Haushalten, wo Sauberkeit und Ordnung hoch gewertet werden.
Was du in Deutschland kaufen solltest
- Drogerie: milde weiße Zahnpasta (1–3 €) — dm, Rossmann.
- Baumarkt/DIY: flüssiges Möbelwachs oder Möbelpolitur (5–15 €) — Hornbach, OBI, Bauhaus.
- Spezial: farbige Möbelstifte für Parkett (3–8 €) — oft in der Bodenabteilung.
Ein letzter Rat — und eine Metapher
Betrachte diese Hausmittel wie ein Erste-Hilfe-Set: Sie stabilisieren das Erscheinungsbild, bis eine echte Behandlung nötig ist. Wie ein Make-up-Pinsel für dein Parkett — kurzzeitig perfekt, langfristig keine Dauerlösung.
Fazit: Für kleine Kratzer probiere zuerst die Zahnpasta-Methode, und greife bei sichtbarem Erfolg zur Möbelpolitur oder Wachs. Teste immer an einer versteckten Stelle und kaufe regionale Produkte, wenn du in Deutschland schnell Ersatz brauchst.
Hast du schon einmal Zahnpasta oder Möbelpolitur gegen Parkettschäden ausprobiert? Was hat bei dir funktioniert — oder was hat es schlimmer gemacht? Teile deine Erfahrung unten.









