Der Winter kommt, und die Rechnung von letzter Saison schmerzt noch? Viele von uns heizen wie verrückt, obwohl ein kleiner Kniff oft schon hilft. Ich habe es ausprobiert: Eine einfache Zeitung oder Reflektorfolie hinter dem Heizkörper kann spürbar Wärme zurück in den Raum lenken – und das ist gerade jetzt wichtig.
Warum das oft übersehen wird
Viele Wohnungen in Deutschland haben Heizkörper an Außenwänden. Die Wärme geht durch die Wand raus, statt in den Raum. Ich bemerkte bei meinen Messungen: Wenn hinter dem Heizkörper eine kalte Wand ist, verschwindet ein guter Teil der Energie dorthin.
Das ist kein Zaubertrick – es ist Physik: Strahlungs- und Konvektionswärme trifft auf die kalte Wand statt auf dich.
Wie das funktioniert (in einfachen Worten)
Stell dir die Wand als ein großes Loch in deinem Thermosbecher vor. Die Heizung erwärmt die Luft, die an der Wand entlangströmt und nach draußen verschwindet. Ein dünner Reflexor wirkt wie ein Spiegel: Er hält die Wärme im Raum.

Materialien: Zeitung vs. Reflexionsfolie – was ist sinnvoll?
- Zeitungspapier: Kostenlos und verfügbar nach dem Frühstück, aber saugfähig und bei Feuchtigkeit risikoreich.
- Aluminium-Reflektorfolie: Speziell für Heizkörper, kostet meist 3–8 € bei Obi, Hornbach oder Amazon.
- Spezialschaum mit Alu-Beschichtung: Besser isolierend, etwas teurer, aber langlebig.
- Pappe + Alufolie: Bastellösung, funktioniert deutlich besser als nur Zeitung.
In meiner Praxis hat die Folie am besten abgeschnitten: langlebig, hygienisch und deutlich effektiver als lose Zeitungen.
Konkreter Nutzen: Was du realistischerweise erwarten kannst
- Bei schlecht gedämmten Außenwänden meist Einsparungen von etwa 5–12% bei der Heizenergie.
- In gut gedämmten Altbauwohnungen sind die Effekte kleiner, aber spürbar – vor allem in sehr kalten Ecken.
- Schnelle Amortisation bei günstigen Folien (in einer Heizsaison möglich).
Schritt-für-Schritt: So machst du es richtig (Life-Hack)
Ich habe es an drei meiner eigenen Heizkörper getestet. So ging ich vor:
- 1. Miss die Breite des Heizkörpers und die Höhe bis zur Fensterbank.
- 2. Kaufe Reflexionsfolie (Alu-Heizkörperfolie) oder nimm stabile Pappe + Alufolie.
- 3. Reinige die Wand kurz (Staub, keine Feuchtigkeit).
- 4. Schneide die Folie so, dass sie mindestens 2–3 cm größer ist als der Heizkörper.
- 5. Befestige die Folie mit hitzebeständigem Klebeband oder kleinen Nägeln hinter dem Heizkörper – ohne die Heizfläche zu verdecken.
- 6. Lasse einen kleinen Luftspalt (0,5–2 cm) zwischen Folie und Wand für bessere Wirkung.
- 7. Prüfe nach einer Woche: Fühlt sich die Wand wärmer an? Beobachte deinen Verbrauch oder die Temperatur.
Wichtig: Zeitungen nie direkt zwischen Heizkörper und Wand stopfen, wenn sie feucht sind oder zerbröseln können. Sie absorbieren Feuchtigkeit und können Schimmel begünstigen.

Sicherheits- und Komforthinweise
- Heizkörper nicht vollständig abdecken – Konvektion darf nicht blockiert werden.
- Bei älteren Gussheizkörpern und offenen Flammenquellen besonders vorsichtig sein.
- Bei Mietwohnungen vorher kurz mit dem Vermieter sprechen (Optik, Nägel).
- Falls Schimmel an der Außenwand vorhanden ist: erst das Problem sanieren, bevor du etwas anbringst.
Lokale Tipps für Deutschland
In deutschen Baumärkten wie Obi, Hornbach oder Bauhaus findest du passende Folien; oft gibt es Angebote im Herbst. Discounter wie Aldi oder Lidl haben saisonal günstige Lösungen. Für Energiespar-Beratung kannst du die Verbraucherzentrale oder lokale Energieberatungen (z. B. bei der Stadt) anfragen.
By the way: Förderprogramme oder Zuschüsse für Dämmmaßnahmen lohnen sich langfristig mehr – Folie ist ein cleverer Kurzzeittipp.
Das Fazit (kurz und ehrlich)
Einfach hinter den Heizkörper etwas Reflektierendes anbringen kann kurzfristig spürbare Effekte haben – besonders in Altbauten mit kalten Außenwänden. Ich habe es selbst getestet: Kleine Maßnahme, messbarer Unterschied.
Wie ist deine Erfahrung? Hast du schon mal Zeitung oder Folie ausprobiert – oder doch lieber professionelle Dämmung gewählt?









