Zeitungspapier statt Microfasertuch – warum es Profis so machen

Streifen auf dem Fenster, obwohl du jede Ecke polierst? Du bist nicht allein – das Microfasertuch löst nicht immer das Problem. Warum jetzt genau Zeitungspapier hilfreich ist, das erfährst du gleich: Ich habe es selbst getestet und in meiner Praxis immer wieder gesehen, dass es oft besser funktioniert als das teure Tuch.

Warum das Microfasertuch enttäuscht

Ich habe bemerkt, dass Microfaser bei Glas und Spiegeln oft nur Partikel verteilt, statt sie komplett zu entfernen. Viele übersehen außerdem den Umweltaspekt: Beim Waschen lösen sich winzige Fasern.

  • Microfasertücher können Reinigungsmittelreste halten und so Streifen verursachen.
  • Sie nehmen Schmutz auf, setzen ihn aber bei falscher Pflege wieder frei.
  • Beim Waschen gelangen Mikrofasern ins Abwasser — ein Thema, das in Deutschland zunehmend diskutiert wird.
  • Teure Spezialtücher sind nicht unverwundbar: Nach mehreren Monaten verlieren sie die Wirkung.

Was Zeitungspapier besser macht

Auf den ersten Blick klingt es altmodisch. Aber Zeitungspapier hat Eigenschaften, die Glas und Spiegel ernsthaft polieren können. Kein Fussel, keine Streifen — das merkt man sofort.

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  • Die Papierstruktur wirkt wie ein mildes Polierpad und nimmt Fett auf.
  • Es hinterlässt keine Fasern wie Stofftücher.
  • Günstig: Eine Tageszeitung kostet oft zwischen 1 und 3 € — in jedem Kiosk oder Supermarkt (Rewe, Aldi) zu bekommen.
  • Praktisch im Alltag: Altpapierrecycling ist in Deutschland etabliert, du benutzt etwas, das sonst sowieso weggeworfen wird.

Wie das Ganze funktioniert — kurz erklärt

Denke an einen Kaffeefilter: Zeitung saugt Flüssigkeit und schmirgelt durch die feine Struktur zugleich. Deshalb werden Wasserflecken und leichte Fettrückstände mechanisch entfernt, statt nur verschoben.

Schritt-für-Schritt: Fensterputz mit Zeitungspapier (so mache ich es)

  • Bereite die Lösung: warmes Wasser + weißen Essig 1:1 oder warmes Wasser mit 1–2 Tropfen Spülmittel — beides reicht.
  • Sprühe die Lösung dünn auf die Scheibe oder befeuchte ein Mikrofasertuch leicht und verteile die Lösung (das Tuch nur zum Auftragen, nicht zum Polieren).
  • Knülle ein Blatt Zeitungspapier zu einer festen Kugel und streiche damit in kreisenden Bewegungen über die Scheibe.
  • Zum Schluss streichst du mit einem trockenen, sauberen Zeitungspapier von oben nach unten nach und polierst so die letzte Schicht weg.
  • Rahmen eventuell mit einem alten Baumwolltuch nachwischen.

Wichtig: Für Bildschirme mit speziellen Beschichtungen (Smartphone, Laptop, OLED-TV) verwende kein Zeitungspapier — dort lieber destilliertes Wasser und ein sauberes Microfasertuch.

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Tipps und Fehler, die ich in der Praxis sah

  • Fehler: Zu viel Reinigungsmittel nimmt der Zeitung die Polierwirkung — weniger ist mehr.
  • Praktisch: Alte Lokalausgaben vom Bäcker oder kostenlose Wochenblätter reichen völlig.
  • Vorsicht bei frischer Druckfarbe: Am besten Papier erst ein paar Tage liegen lassen oder die bedruckte Seite nach innen knüllen.
  • Im Winter, wenn die Luft in deutschen Wohnungen trocken ist, klappt die Methode besonders gut — weniger Verdunstungsstreifen.

Kurzvergleich: Kosten und Ökologie

Ein Microfasertuch kostet 3–10 €; eine Zeitung 1–3 €. Rechne: Für einfache Scheibenreinigungen ist Zeitungspapier extrem preiswert. Außerdem reduzierst du Plastikverbrauch und den Waschaufwand.

Und jetzt für die hartnäckigen Fälle

Bei hartnäckigem Schmutz (Insektenreste, Straßenstaub nach dem Frühjahrsputz) kombiniere zuerst warmes Wasser + Spülmittel, lasse kurz einweichen, dann Zeitungspapier zum polieren. Das ist wie ein vorsichtiges Schleifen, nur ohne Kratzer.

By the way — ich habe erst gezweifelt, dann war ich überzeugt. Es fühlt sich fast wie ein kleiner Trick aus Omas Küchenkasten an, nur dass er heute in der Stadtwohnung genauso funktioniert.

Hast du Zeitungspapier schon mal zum Putzen benutzt? Welche Methode liefert bei dir glänzende Fenster — oder schwörst du weiter aufs Microfasertuch?

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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