Deine Stromrechnung schmerzt jeden Monat? Ich bemerkte in meiner Nachbarschaft, dass Omas einfache Methoden oft mehr bringen als teure Geräte. Lies das jetzt — gerade wenn die Tage feucht sind und die Heizkosten steigen, kannst du sofort anfangen.
Warum das mit dem Trockner oft nichts als Geldverbrennung ist
In Deutschland kosten Strom und Wärme mittlerweile mehr als früher; viele nutzen den Trockner aus Bequemlichkeit und wundern sich über die Jahresabrechnung.
Ein Haushalts-Trockner zieht pro Lauf je nach Modell 2–3 kWh. Bei einem Preis von rund 0,40 €/kWh summiert sich das schnell. Das ist kein Luxusproblem — das ist Alltag.
Was Großmütter anders machten
Bei mir zuhause habe ich beobachtet: Omas setzten nicht auf Technik, sondern auf Saugkraft, Luft und Timing. Zeitungspapier spielte dabei eine kleine, aber effektive Rolle — nicht als Wundermittel, sondern als cleverer Helfer.
- Sie wrangen Wäsche stark vor — oft mit einfachen Roll-Tricks.
- Sie nutzten absorbierendes Papier, um Restfeuchte herauszuziehen.
- Sie hängten smarter: Entweder quer über Stühle oder an warmen, gut belüfteten Orten.
Die drei praktischen Methoden, die ich getestet habe
Ich habe jede Methode über mehrere Wochen ausprobiert — im Berliner Herbst, bei nassem Wetter und in einer Altbauwohnung mit wenig Sonne.
1) Die Zeitungstuch-Rolle (sicher und effektiv)
Das ist mein Favorit, wenn du keine Lust auf den Trockner hast, aber schneller trockene Wäsche willst.

- Lege ein feuchtes Kleidungsstück flach auf ein trockenes Stück Zeitung (oder mehrere Lagen).
- Rolle das Kleidungsstück fest ein wie eine Burrito‑Rolle.
- Drücke die Rolle mit den Handflächen kräftig ab oder setze dich für 30–60 Sekunden darauf.
- Entrolle, hänge das Teil luftig auf. Die Zeitung hat viel Feuchtigkeit aufgenommen — die Trocknungszeit reduziert sich deutlich.
Wichtig: Zeitungstinte kann abfärben. Teste zuerst an einer unauffälligen Stelle oder verwende Zeitung nur unter hellen, robusten Stoffen.
2) Zeitung in Schuhen und Taschen (kein Trockner nötig)
Feuchte Sneakers oder Ledertaschen: stopfe Zeitung mehrfach in die Form, wechsele sie nach 1–2 Stunden. In meiner Praxis trocknet das schneller und erhält die Form besser als Hitze.
- Knülle Zeitung locker, stopfe sie in die Schuhe/Tasche.
- Stelle sie an einen luftigen Ort, nicht direkt auf die Heizung.
- Ersetze das Papier, wenn es durchweicht ist.
3) Turbo-Lufttrocknen mit der Handtuch‑/Zeitungskombi
Wenn es wirklich schnell gehen muss (z. B. bei einem Hemd vorm Termin):
- Breite ein trockenes Handtuch aus, lege das nasse Kleidungsstück drauf.
- Rolle Handtuch + Kleidungsstück fest ein und presse es aus.
- Entferne, lege das Kleidungsstück auf frische Zeitung für 10–20 Minuten, dann auf den Bügel — fertig.
Das ist wie ein mechanisches Tampontuch für Feuchtigkeit: Handtuch macht grobe Arbeit, Zeitung zieht Restfeuchte weg.
Warum das sinnvoll in Deutschland ist
In deutschen Altbauwohnungen mit schlechter Luftzirkulation und in langen, feuchten Wintern lohnt sich kein Dauereinsatz des Trockners — und viele von uns haben begrenzten Platz für Wäscheständer.
- Auf dem Land oder in Städten wie Hamburg und Köln dauert Wäsche oft länger wegen Feuchtigkeit.
- Bei hohen Strompreisen sparst du konkret Geld, wenn du Trocknerläufe reduzierst.
- Marken wie Lidl oder REWE bieten günstige Zeitungen/Altpapier; verwende Recycling‑Papier statt hochglänzender Werbebeilagen.
Sicherheit, Grenzen und bessere Alternativen
Bevor du jetzt jedes Kleidungsstück in die Zeitung wickelst: Es gibt Risiken und bessere Optionen.
- Ink-Transfer: dunkle Tinte kann auf hellen Stoffen abfärben — teste immer.
- Feuergefahr: lege Zeitung nicht direkt auf heiße Heizkörper oder in den Trockner bei hohen Temperaturen.
- Moderner Ersatz: Woll‑Trocknerbälle im Gerät oder ein feuchtes Handtuch in der Trommel sind oft sicherer und effektiver.

Konkrete Einsparung — ein realistisches Beispiel
Stell dir vor, du trocknest zwei Mal pro Woche im Trockner, ein Lauf kostet ca. 1 € (2–3 kWh bei ~0,40 €/kWh). Das sind rund 100 € jährlich. Wenn du das mit Omas Methoden halbierst, sparst du etwa 50 € — pro Person in einem Haushalt summiert sich das.
By the way: Wenn du zusätzlich kleinere Gewohnheiten änderst (vollere Maschinenladungen, niedrigere Temperaturen), steigt die Ersparnis weiter.
Mein persönlicher Tipp — ein 3‑Minuten‑Ritual
Das mache ich jeden Waschtag:
- Nach dem Schleudern: Teile grob nach Gewicht sortieren.
- Schnellrolle mit Zeitung: 1–2 Minuten pro Teil pressen.
- Aufhängen an breit gestelltem Bügel, Fenster kippen oder Ventilator an, wenn nötig.
Das kostet kaum Zeit — aber in meinem Berliner Haushalt sparte das spürbar Heiz- und Stromkosten in feuchten Monaten.
Und jetzt das Wichtigste
Diese Tricks sind kein Ersatz für vernünftige Technik, aber sie sind praktisch, günstig und sofort umsetzbar. Wenn du strategisch mit Papier, Luft und Druck arbeitest, brauchst du den Trockner viel seltener.
Welche Methode willst du zuerst ausprobieren — die Rolle, die Schuhfüllung oder das Handtuch‑Kombi‑Ritual? Schreib’s in die Kommentare: Ich antworte und teile meine Fehler aus Tests (damit du sie nicht machst).









