Der muffige Geruch unter dem Bett, nasse Socken am Morgen, oder im schlimmsten Fall erste Schimmelflecken — das kennen viele in deutschen Altbauwohnungen. Wenn Du jetzt denkst, Zeitungspapier ist nur Nostalgie, bleib kurz: Ich habe das ausprobiert und war überrascht, wie viel es hilft. Lies das jetzt, wenn Du feuchte Stellen verhindern willst — besonders vor dem nächsten Herbst-/Winterwechsel.
Warum viele zuerst an Zeitungspapier denken — und warum das Sinn macht
Feuchtigkeit sammelt sich an kalten Stellen: unter Betten, an Außenwänden und in Ecken. Das passiert besonders oft in verheizten, schlecht gelüfteten Räumen oder in Küstenstädten wie Hamburg.
Zeitungspapier nimmt Feuchtigkeit auf und verteilt sie. Denk an ein Tuch, das Wasser aufnimmt — Zeitungspapier wirkt ähnlich, nur günstiger und austauschbar.
Wie Zeitungspapier im Vergleich zu anderen Mitteln funktioniert
- Es ist sehr günstig (oft kostenlos) und sofort verfügbar.
- Im Gegensatz zu Salz- oder Gel-Absorbern ist es biologisch abbaubar.
- Es hilft gegen Kondenswasser, ersetzt aber keinen aktiven Luftentfeuchter bei starkem Schimmel.
Wann Zeitungspapier nicht reicht
Viele übersehen Grenzen: Wenn die Wände durchgehend nass sind oder bereits Schimmel sichtbar ist, brauchst Du professionelle Hilfe oder einen elektrischen Luftentfeuchter.
Wichtig: Zeitungspapier ist kein Wundermittel gegen Schimmel. Es wirkt präventiv und lokal — nicht bei strukturellem Feuchteschaden.

Praktische Anleitung: So machst Du es richtig — Schritt für Schritt
Ich habe das mehrere Wochen in einer Altbau-Wohnung getestet. Hier mein erprobtes Vorgehen:
- Beschaffe Altpapier: lokale Totalausgabe vom Kiosk (ca. 1–2 €) oder alte Zeitungen aus dem Haushalt.
- Zieh Handschuhe an, falls die Druckerschwärze abfärbt.
- Lege eine dünne Pappe oder ein altes Moltontuch zwischen Boden und Zeitung, wenn Dein Boden empfindlich ist — so vermeidest Du Flecken.
- Falte die Zeitung locker im Zickzack oder liege sie flach unter dem Bett (nicht direkt an die Wand drücken).
- Wechsele die Lagen alle 7–10 Tage; bei sehr hoher Luftfeuchte eher alle 3–5 Tage.
Kurzanleitung für die Eilige
- 1–2 Lagen Zeitung unter das Bett legen
- Barriere (Pappe/Tuch) dazwischen
- Wöchentlich prüfen und auswechseln
Zusätzliche, nicht offensichtliche Tricks
- Statt nur Zeitung: Kombiniere mit kleinen Beuteln Backpulver oder Kaffeepulver gegen Gerüche.
- Stelle kleine Schalen mit Reis oder grobem Katzenstreu (trocken) unter das Bett — das bindet zusätzliche Feuchte.
- Wenn Du in einem Mietshaus lebst: regelmäßig stoßlüften (5–10 Minuten) nach dem Duschen oder Lüften der Heizung.
- Für kleinere Räume: günstige elektrische Entfeuchter gibt’s bei Bauhaus, Obi oder online ab ~30–60 €; Drogerien (dm, Rossmann) verkaufen günstige Feuchtigkeitsabsorber mit Granulat.
Risiken und was ich gelernt habe
Während meiner Tests bemerkte ich zwei Probleme: Zeitungsdruck kann abfärben, und feuchte Zeitungen können anfangen zu riechen, wenn sie zu lange liegen.
Deshalb mein Tipp: nicht direkt auf hellem Laminat auslegen, und regelmäßig erneuern. Außerdem bitte keine Zeitung direkt neben Heizkörpern oder offenen Flammen — Zeitung ist brennbar.

Warum dieser Trick in Deutschland oft funktioniert
Viele Wohnungen in Deutschland sind Altbau oder haben kühle Außenwände; zudem steigen Feuchtesorgen im Herbst und Winter bei zentraler Heizung. Zeitung ist lokal verfügbar, billig und passt zur Recycling-Kultur hier.
Vergleich: Stelle es Dir vor wie ein Küchenpapier, das Wasser aufsaugt — nur dass Du es leicht austauschen und günstig ersetzen kannst.
Was noch hilft: Kombiniere, statt zu vertrauen
- Regelmäßig lüften (Fenster auf, 5–10 Minuten, Querlüften wenn möglich).
- Heizung nicht komplett auskühlen lassen — konstante Temperatur schützt Außenwände.
- Bei sichtbarem Schimmel: Fachfirma anrufen (Kosten meist durch Mietrechtregelungen klären).
Mein kurzes Fazit
Ich habe gemerkt: richtig angewandt ist Zeitungspapier billig und oft effektiv — vor allem als erste, schnelle Maßnahme in der Übergangszeit. Es ist kein Ersatz für bauliche Maßnahmen, aber eine pragmatische Hilfe, die viele in Deutschland sofort umsetzen können.
Und jetzt interessiert mich Deine Erfahrung: Hast Du Zeitung unter dem Bett probiert — oder einen anderen Low-Budget-Trick gegen Feuchtigkeit? Teile ihn unten!









